Felix Wegmann Dipl. Landschaftsarchitekt FH BSLA Unterentfelden
Als Landschaftsarchitekt bearbeite ich Freiraumgestaltungen
Minispielfeld (mini-pitch)
Spiel, Sport und Spass für Menschen jeden Alters in sicherem Umfeld
Spielfeld für trendige und bekannte Ballspiele
Zu den jüngeren, trendigen Freizeitspielen, gehören Ballspiele wie Minifussball und Streetball. Für diese neuen Spiele, wie auch für einige traditionelle Spiele, genügen deutlich kleinere Spielflächen als bisher. Deshalb hat man sich in Sportfachkreisen da-zu entschlossen eine neue Spielfeldkategorie unter dem Begriff Minispielfeld zu schaffen.
Rasches Spiel mit grosser Spannung
Nebst der geringeren Spielfeldgrösse verfügt das Minispielfeld über eine Spielfeldein-fassung. Dies ist für die Spieler ein neues Element, das raffinierte Tricks während des Spiels erlaubt. Die kurzen Distanzen zwischen den Toren respektive den Körben ge-statten zudem rasche Spielzüge mit Treffern beim Gegner. Weil Spielunterbrüche durch Ballverluste dank der Spielfeldeinfassung fast ausgeschlossen sind, entsteht ein neu-artiges, sehr schnelles und intensives Spiel, das sowohl für die Spieler wie auch für die Zuschauer sehr attraktiv und spannend ist.
Zweck und Nutzung
Das Minispielfeld findet den optimalen Standort in Wohnquartieren und in Sportanlagen, wo es dem Ballspiel kleiner Teams in der Freizeit dient. Als Nutzer stehen vorallem grössere Kinder und Jugendliche im Vordergrund. Selbst jung gebliebene Erwachsene sind davon nicht ausgeschlossen.
Freizeitspiele haben besondere Prinzipien
Ballspiele in der Freizeit haben ihre eigenen Grundsätze, da sich die Mannschaften von Fall zu Fall spontan organisieren. Wer gerade da ist und Lust zum Spielen hat, macht mit oder wird bei Bedarf von den Anderen dazu ermuntert. Bereits wenige interessierte Akteure genügen, damit ein Spiel zustande kommt.
Spielfeld besonders für Ballspiele in der Freizeit
Das Minispielfeld ist an die speziellen Anforderungen für Ballspiele in der Freizeit ange-passt:
Spielfeldgrösse: Die reduzierte Spielfeldgrösse entspricht dem Flächenbedarf kleiner Mannschaften. Dank den verringerten Spielfeldabmessungen ist ein Minispielfeld auch auf weniger grossen Bauparzellen oder in Kombination mit anderen Nutzungen realisierbar.
Spielfeldeinfassung: Mit der Einfassung des Spielfelds sind mehrere sehr zweckmäs-sige Eigenschaften verbunden. Den Spielern dient die Einfassung als Spielelement, denn abgeprallte und reflektierte Bälle sind Teil von Spielzügen und damit einer neuen Taktik, womit das Spiel dank mehr Kreativität an Qualität gewinnt. Die Einfassung verhindert Spielunterbrüche durch Ballverluste, was ein rascheres und flüssigeres Spiel ermöglicht. Die Einfassung trennt im Weiteren die Spieler von der Umgebung und den Zuschauern konsequent, so dass scharf getretene Bälle insbesondere Richtung Tor zurückgehalten werden und dadurch ausserhalb des Spielfelds keinen Schaden anrichten können.
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Lärm: Sowohl bei der Spielfeldeinfassung wie auch beim Bodenbelag sind Ausfüh-rungsvarianten möglich, die den Lärm einschränken.
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Aktuelles Spielflächenangebot
Ballspielflächen, die qualitativ dem Minispielfeld entsprechen, sind selten. Alternativen wie Plätze, auf denen man ein Ballspiel durchführen kann, gibt es zwar viele. Diese haben aber je nach Situation entscheidende Nachteile:
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Nutzungskonflikte: Diese Plätze sind in der Regel mit anderen Nutzungen besetzt, so zum Beispiel durch den Fussgängerverkehr, als Autoabstellfläche, für Repräsen-tationszwecke, etc. Dies hat zur Folge, dass spielende Kinder und Jugendliche un-erwünscht sind und deshalb weg gewiesen werden.
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Sicherheit: Auch wenn die Spieler sich möglicher Gefahren bewusst sind, können sich „in der Hitze des Gefechts“ dennoch Unfälle mit Unbeteiligten oder Sachbe-schädigungen durch ausser Kontrolle geratene Bälle ereignen.
Lücken im Spielflächenangebot schliessen
Wohnbauten, die in den letzten Jahrzehnten erstellt wurden, sind gemäss den Bauge-setzen mit Kinderspielplätzen ausgestattet worden. Dies umfasst besonders Sandhau-fen und Rutschbahnen, die vorallem für Kleinkinder zweckmässig sind. Für grössere Kinder und für Jugendliche fehlt aber sowohl bei den einzelnen Bauten wie auch im Quartier meistens eine adäquate Anlage zum Spielen.
Damit junge Leute nicht aus Langeweile und mangels Möglichkeiten zur Freizeitgestal-tung tatenlos herumhängen oder zum Spielen auf ungeeignete Flächen ausweichen, ist es sinnvoll diese Lücke mit einem geeigneten Angebot zu schliessen. Dazu ist das Minispielfeld sehr gut geeignet, weil es den Sicherheitsanforderungen gerecht wird und die Nutzeransprüche erfüllt.
Was zeichnet ein Minispielfeld aus?
Spielfeldgrösse: Das Minispielfeld hat je nach Ausführung eine bespielbare Fläche von ca. 300 bis 400m².
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Spielfeldeinfassung: Ein wichtiges Merkmal für das Minispielfeld ist die Spielfeldein-fassung. Diese besteht aus den Banden, den darin eingelassenen Toren und Körben sowie den Ballfängern. Die Ballfänger werden direkt ab den Banden in die Höhe ge-führt. Wenn diese rundum angebracht werden und je höher sie zudem sind, je wirkungsvoller schränken sie Ballverluste ein. Besonders bei dichter Überbauung und bei nahe gelegenen Verkehrswegen wird damit ein hohes Mass an Sicherheit ge-boten.
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Bodenbelag: Ein fester Belag wie zum Beispiel Asphalt ist unerlässlich. Je nach der Art der hauptsächlich ausgetragenen Spiele kann auch eine Oberfläche aus Kunst-stoff oder ein Kunstrasen die richtige Wahl sein. Dank dem Belag ist das Minispiel-feld das ganze Jahr über bespielbar. Verglichen mit einer Rasenfläche fallen deutlich geringere Unterhaltskosten an.
Vergleich mit Allwetterplatz, gemeinsame Flächennutzung
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Allwetterplätze: Diese sind Teil der Aussenanlagen von Turnhallen. Die nutzbare Fläche misst je Einheit etwa 800m². Diese Plätze sind auf die Benützung durch die Schule und die Vereine abgestimmt. Dies bedeutet, dass Spiele für grössere Grup-pen möglich sein müssen und dass die Benützung der gleichen Fläche auch durch die Leichtathletik zu gewährleisten ist.
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Vergleich Minispielfeld / Allwetterplatz: Die Grösse sowie die Ausstattung der beiden Plätze sind so verschieden, dass mit Ausnahme des Bodenbelags keine Gemein-samkeiten bestehen. Da die Spielfeldeinfassung des Minispielfelds die Nutzung als Allwetterplatzes behindert, ergeben sich prinzipielle Konflikte.
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Minispielfeld auf einem Allwetterplatz: Auf einem Allwetterplatz ein Minispielfeld zu erstellen ist grundsätzlich möglich. Damit der Allwetterplatz als solcher auch weiter-hin genutzt werden kann, ist die Spielfeldeinfassung für das Minispielfeld zu entfer-nen. Dies setzt eine demontierbare Spielfeldeinfassung und unfallfrei verschliessbare Pfostenfundamente voraus.
Voraussetzungen für den Bau eines Minispielfelds
Besteht der Wunsch ein Minispielfeld zu bauen, so stellt sich die Frage wer die Bau-herrenfunktion übernimmt. Diese Aufgabe kann grundsätzlich sowohl durch die öffent-liche Hand wie auch durch Private wahrgenommen werden.
Das Minispielfeld sollte entweder dem ganzen Dorf oder in einer Stadt einem Quartier zur Verfügung stehen. Aus diesem Grund ist die Öffentlichkeit als Bauherrin in der Regel im Vordergrund. Private Bauherren sind im Rahmen einer grösseren Wohnüber-bauung oder beispielsweise zur Attraktivitätssteigerung eines Einkaufs- und Freizeit-zentrums denkbar.
Wichtig ist auch die Frage, ob der Bauherr über geeignetes Bauland verfügt, das er zur Realisierung des Minispielfelds zur Verfügung stellen will. Sofern das Bauland einer geeigneten Bauzone zugeteilt ist, können weitere Abklärungen vorgenommen werden.
Spiel und Sport sind auch Teil der Freizeitgestaltung. Beides wird deshalb von zu Hause aus und eventuell auch mit der Familie betrieben. Um die Bevölkerung im Sinn des Breitensports gut ansprechen zu können, macht es Sinn diese Spielanlagen mög-lichst im Wohn- und Freizeitbereich oder in unmittelbarer Nähe davon anzubieten.
Ein Minispielfeld als öffentliche Einrichtung ist sowohl als eigenständige Anlage wie auch in Kombinationen mit Schulbauten, Sportanlagen, Spielplätzen, Grünanlagen, Parks, Schwimmbädern, Wohnstrassen, usw. realisierbar. Bei Schulbauten kann das Minispielfeld gleichzeitig auch Teil eines Pausenplatzes sein.
Produkte für die Spielfeldeinfassung
Verschiedene Hersteller bieten für Minispielfelder Spielfeldeinfassungen als Gesamt-produkt an. Diese sind nach dem Prinzip des Baukastens aufgebaut und beinhalten verschieden, kombinierbare Elemente wie Banden, Ballfänger, Tore und Körbe sowie diverses Zubehör. Damit ist eine hohe Flexibilität in der Ausführung gewährleistet, so dass sowohl Standardlösungen wie auch Anpassungen an spezielle Situationen möglich sind.
Die Spielfeldeinfassungen der einzelnen Hersteller sind in sich geschlossene Systeme. Jedem Produkt liegen unterschiedliche konstruktive, technische, materielle und gestal-terische Lösungen zu Grunde. Deshalb sind die Produkte von Hersteller zu Hersteller nicht kompatibel. Dies schliesst auch die Kombination von Bauteilen unterschiedlicher Hersteller aus.
Lärmproblem
Lärmkonflikte mit Anwohnern bei Ballspielflächen sind bereits von den bisherigen All-wetterplätzen her bekannt. Die Hersteller von Spielfeldeinfassungen für das Minispiel-feld haben deshalb nach geeigneten Lösungen gesucht. Im Sinn einer Weiterentwick-lung der Produkte bieten sie deshalb nun zum Teil auch erschütterungsarme und schallgedämpfte Produkte an.
Praktische Erfahrungen
Beobachtungen zeigen, dass vorwiegend Kinder und Jugendliche sehr positiv und mit viel Begeisterung auf das Minispielfeld reagieren. Obwohl verschiedene Ballspiele mö- glich wären, ist Minifussball mit Abstand das beliebteste Spiel. Wann werden auch die Eltern von dieser Freude angesteckt? Oder, wie wäre es, wenn sich zwei Familien-mannschaften zu einem Spiel treffen würden?
Interessant ist auch die Feststellung, dass häufig in sehr vielfältig gemischten Mann-schaften gespielt wird. Dies betrifft einerseits das Alter der Spieler. Andererseits kommt es durchaus vor, dass sich auch Mädchen an einem Knabenteam beteiligen. Hier wird der hohe Integrationscharakter sichtbar, den ein Spiel hat - auch oder vielleicht gerade dann, wenn es sich um eine kleine Spielfläche handelt. Besonders das gemeinsame Erlebnis hat einen speziellen soziokulturellen Wert, wenn es darum geht unterschied-liche Menschen zusammenzubringen und den Teamgedanken zu fördern.
Fragen, Vorabklärungen, Planung, Realisierung
Sind Sie an einem Minispielfeld interessiert? Haben Sie Fragen? Für ein unverbindli-ches Gespräch stehe ich Ihnen jederzeit gerne zur Verfügung. Ich berate Sie ent-sprechend Ihrem Bedarf bei den Vorabklärungen und übernehmen die Architektenleis-tungen bei der Planung und bei der Ausführung.